Patrizia Röllin, April 3 2026

Therapeutische Massage für Frauen: Wenn dein Körper sagt «Es ist zu viel»

Warum therapeutische Massage für viele Frauen mehr sein kann als ein kurzer Moment der Entspannung, und eine kleine Übung für zu Hause.

Therapeutische Massage

Du sitzt am Schreibtisch und merkst irgendwann, dass deine Schultern fast bei den Ohren sind. Abends zieht der Nacken, der Rücken fühlt sich schwer an, und selbst auf dem Sofa kommst du nicht richtig zur Ruhe. Am nächsten Morgen geht es genau so weiter.

Viele Frauen kennen solche Phasen. Sie arbeiten, organisieren und kümmern sich um andere, und was der eigene Körper dabei macht, rückt schnell in den Hintergrund, bis er sich irgendwann deutlich bemerkbar macht. So weit muss es aber gar nicht erst kommen.

Wenn dein Alltag im Körper spürbar wird

Ein voller Alltag findet nicht nur im Kopf statt. Vielleicht ziehst du häufig die Schultern hoch, oder dein Rücken fühlt sich nach einem langen Arbeitstag unbeweglicher an. Manchmal bemerkst du erst am Abend, wie angespannt du eigentlich den ganzen Tag warst.

Gehören solche Empfindungen zum Alltag, gewöhnen wir uns daran. Dann heisst es:

«Mein Nacken ist einfach so.»

«Nach der Arbeit bin ich eben verspannt.»

Nur weil du etwas schon lange kennst, musst du es aber nicht einfach hinnehmen.

Du darfst deinen Körper ernst nehmen, bevor gar nichts mehr geht.

Therapeutische Massage: mehr als Wellness?

Bei einer Wellness-Massage steht meist die Entspannung im Vordergrund. In der therapeutischen Massage arbeite ich individueller mit dem, was du gerade mitbringst. Das können deine Schultern oder dein Rücken sein. Oder du fühlst dich insgesamt angespannt und kannst gar nicht genau sagen, wo du am liebsten anfangen würdest. Dann schauen wir gemeinsam hin.

Eine therapeutische Massage muss nicht möglichst fest oder unangenehm sein, damit sie «etwas bringt». Mir ist wichtiger, dass die Behandlung zu dir und deinem aktuellen Empfinden passt.

Massage kann dazu beitragen, dass sich dein Körper freier oder entspannter anfühlt. Manche Frauen erleben danach mehr Leichtigkeit oder nehmen ihren Körper wieder bewusster wahr. Was du persönlich wahrnimmst, kann ganz unterschiedlich sein.

Massage für Frauen, die immer für andere da sind

Was ich bei Frauen immer wieder erlebe: Sie merken sehr genau, wenn es anderen nicht gut geht, bei sich selbst sind sie oft weniger aufmerksam. Schnell noch einkaufen und eine Nachricht beantworten, dann die Wäsche, und eigentlich wolltest du schon vor einer Stunde im Bett sein. Der Körper läuft dabei einfach mit.

Deshalb schätze ich an der Massage nicht nur die körperliche Behandlung. Für eine gewisse Zeit gibt es nichts zu organisieren und nichts abzuarbeiten.

Du darfst einfach auf der Liege liegen und musst gerade nichts leisten.

Gerade für Frauen, die im Alltag viel Verantwortung tragen, kann allein dieser Moment wertvoll sein.

Massage bei Stress und innerer Anspannung

Vielleicht kennst du das: Eigentlich sitzt du ruhig auf dem Sofa, innerlich bist du aber noch mitten im Tag. Die Gedanken laufen weiter, und auch die Schultern kommen nicht zur Ruhe.

Eine Massage erledigt natürlich nicht die Aufgaben, die morgen auf dich warten. Sie kann dir aber einen Raum geben, in dem du deinen Körper wieder bewusster wahrnimmst und für einen Moment aus deinem üblichen Funktionieren herauskommst.

Dabei musst du nichts Bestimmtes fühlen. Manche Frauen werden während einer Massage sehr ruhig, andere merken erst auf der Liege, wie viel Spannung sie mitgebracht haben. Beides ist in Ordnung.

Ein kleiner Impuls für zu Hause: die Schulter-Selbstmassage

Diese kurze Übung kannst du am Schreibtisch oder abends auf dem Sofa machen.

So geht's
  1. Leg deine rechte Hand auf die linke Schulter, dort wo Nacken und Schulter ineinander übergehen.
  2. Drück mit den Fingerspitzen sanft in den Muskel und mach langsame, kreisende Bewegungen. Nur so fest, wie es sich angenehm anfühlt.
  3. Atme ruhig aus und beobachte, ob sich deine Schulter dabei vielleicht etwas freier anfühlt.
  4. Nach etwa einer Minute wechselst du die Seite.

Es geht nicht darum, Spannungen wegzudrücken. Vielleicht fällt dir dabei zum ersten Mal auf, dass sich beide Seiten ganz unterschiedlich anfühlen.

Angenehm ergänzen kannst du die Übung mit Wärme, zum Beispiel mit einem warmen Kirschensteinkissen auf dem Nacken. Hast du Schmerzen oder fühlt sich etwas unangenehm an, lass die Übung weg.

So arbeite ich mit therapeutischer Massage in meiner Praxis in Cham

Bevor wir beginnen, möchte ich wissen, wie es dir gerade geht und was du wahrnimmst. Danach passe ich die Massage an dich und deine aktuelle Situation an, und zwar nicht nach dem Gedanken «je stärker, desto besser».

Wenn dir etwas zu intensiv ist oder du anders liegen möchtest, sag es jederzeit. Die Behandlung richtet sich nach dir.

Wenn es für dich und dein Anliegen passt, kann ich die Massage auch mit Kinesiologie oder Vitalfeldtherapie verbinden.

Ich bin EMR-anerkannt. Ob deine Zusatzversicherung einen Teil der Kosten übernimmt, klärst du am besten direkt mit ihr.

Du musst nicht warten, bis gar nichts mehr geht

Manchmal brauchst du keine weitere Aufgabe auf deiner To-do-Liste, sondern einen Moment, in dem du nichts erledigen musst.

Wenn du merkst, dass dein Körper schon länger unter Spannung steht oder du dir einfach wieder mehr Aufmerksamkeit für dich selbst wünschst, begleite ich dich gerne in meiner Praxis in Cham.

Du musst nicht erst völlig erschöpft sein, um dir Zeit für dich nehmen zu dürfen.

Praxis von Frau zu Frau · Flachsacker 8b · 6330 Cham

Hinweis: Therapeutische Massage ersetzt keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Bei neuen, starken oder anhaltenden Beschwerden lass bitte ärztlich abklären, was dahinterstecken könnte.

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Patrizia Röllin

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